Wissen · Photovoltaik Freifläche
Nichts zu tun mit dem
Balkonkraftwerk Ihres Nachbarn.
Wenn von Freiflächenphotovoltaik als Investment die Rede ist, denken viele zunächst an Solarmodule auf dem Dach oder dem Balkon. Das ist ein Missverständnis, das den Unterschied verwischt — und das Investment unterschätzen lässt.
Balkonkraftwerk
800 W
Freiflächenanlage
10 MW
12.500× größer
Der Vergleich
Was beides gemeinsam hat — und was nicht
| Merkmal | Balkonkraftwerk | Freiflächenanlage |
|---|---|---|
| Leistung | 600–800 Watt | 1–50 Megawatt (1.000× größer) |
| Eigentümer | Privatperson | Investor (Einzel, Gesellschaft) |
| Einnahmen | Eigenverbrauch / keine Vergütung | EEG-Einspeisevergütung oder PPA, 20+ Jahre |
| Steuerliche Wirkung | Keine (Liebhaberei / Kleinunternehmer) | IAB, Sonderabschreibung, laufende AfA |
| Betrieb | Selbst | Professioneller Betreiber |
| Investitionsvolumen | 500–2.000 € | Ab 250.000 € |
| Ziel | Stromkostenreduktion | Vermögensaufbau und Steueroptimierung |
Warum der Vergleich trotzdem gezogen wird
Photovoltaik ist ein breiter Begriff
Das Wort "Photovoltaik" deckt alles ab — vom 300-Euro-Balkonmodul bis zur 50-Megawatt-Freiflächenanlage. Medial dominiert das Bild der Dach- und Balkonanlagen, weil sie sichtbar und alltagsnah sind.
Gewerbliche Freiflächenanlagen hingegen befinden sich auf Feldern, in der Nähe von Autobahnen oder auf ehemaligen Industrieflächen. Sie sind für die meisten Menschen unsichtbar — obwohl sie einen Großteil der deutschen Solarstromkapazität ausmachen.
Als Investment gehören beide in völlig unterschiedliche Kategorien. Das Balkonkraftwerk spart Strom. Die Freiflächenanlage baut Vermögen auf.
Mehr dazu
Wie ein Freiflächeninvestment konkret funktioniert
Andreas Heinze erklärt die Mechanik — von der Projektstruktur bis zur steuerlichen Wirkung.
Kostenloses Erstgespräch vereinbaren